Wir machen Tempo beim Windenergieausbau!

Nordrhein-Westfalen beschleunigt den Ausbau der Windenergie mit mehr Flächen, schnelleren Genehmigungen sowie mehr Beteiligung und Förderung

Sicher, bezahlbar und klimafreundlich – so soll Deutschlands Energieversorgung künftig sein. Nordrhein-Westfalen wird die Energiewende entscheidend mitgestalten und beschleunigt unter anderem den Ausbau der Windenergie. Damit das gut gelingt, hat die Landesregierung die interministerielle Task Force „Ausbaubeschleunigung Windenergie NRW“ eingesetzt, mit der die Landesregierung die Voraussetzungen dafür schaffen will, dass bis Ende 2027 mindestens 1.000 neue Windenergieanlagen entstehen. Die Task Force ist Teil einer Ausbauoffensive, um den Ausbau von Windenergie in Nordrhein-Westfalen spürbar zu beschleunigen.

Für diese Aufgabe sind Ideen und Kenntnisse in vielen Bereichen gefragt. Daher arbeiten in der Task Force das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE), das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung (MHKBD), das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV), das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MLV) sowie die Staatskanzlei (STK) eng und ressortübergreifend zusammen. Vor allem entwickeln sie Empfehlungen und Maßnahmen dafür, wie sich Hindernisse aus dem Weg räumen und Anreize schaffen lassen. Um eine größtmögliche Wirkung zu erzeugen, setzt die Task Force mit der Arbeit in drei Unterarbeitsgruppen an drei zentralen Hebeln an. Hierbei wird auch das Fachwissen und die Erfahrung von nachgeordneten Behörden und Landesgesellschaften eingebunden, wie etwa dem Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz, der NRW.Energy4Climate und dem Landesbetrieb Wald und Holz.►Was die Task Force für Nordrhein-Westfalen schon erreicht hat

Drei zentrale Hebel für größtmögliche Wirkung

1. Mehr Flächen bereitstellen

Für den Bau neuer Windenergieanlagen müssen bis Ende 2032 bundesweit 2 Prozent der Flächen für die Windenergie ausgewiesen werden – mehr als doppelt so viele Flächen wie bisher. Jedes einzelne Bundesland muss für dieses Ziel ein bestimmtes Flächenkontingent bereitstellen. Nordrhein-Westfalen wird 1,8 Prozent seiner Landesfläche planerisch – beginnend mit der Änderung des Landesentwicklungsplans – für die Nutzung der Windenergie ausweisen. Dies soll bis Ende des Jahres 2025 erfolgen und damit sieben Jahre vor der gesetzlich vorgegebenen Frist. ►Mehr zu den Flächen

2. Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen 

Für Windenergieanlagen über 50 Meter Gesamthöhe ist immer ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich. Dieses nimmt im Gesamtprozess von der Planung bis zur Realisierung eines Windenergievorhabens im Schnitt aktuell rund vier Jahre in Anspruch. Die Landesregierung strafft die Prozesse unter anderem durch die Einrichtung von sogenannten „Regionalinitiativen Wind“ und durch die Einführung von standardisierten und digitalisierten Verfahren. ►Mehr zu den Genehmigungen

3. Bürgerinnen und Bürger beteiligen sowie Förderungen entwickeln

Nordrhein-Westfalen will mehr Bürgerinnen und Bürger finanziell an den Chancen der Energiewende beteiligten. Möglich machen wird das unter anderem ein Bürgerenergiegesetz und ein Bürgerenergiefonds, die den Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe an Erneuerbare-Energien-Projekten und somit an der Energiewende ermöglichen. ►Mehr zu Förderung und Beteiligung

Windenergie an Land bundesweit verdoppeln

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 sollen 2030 in ganz Deutschland 115 Gigawatt aus Windenergie an Land bereitstehen – doppelt so viel wie 2022. Nordrhein-Westfalen packt zur Erreichung dieser Ausbauziele mit an und macht Tempo. Derzeit stehen in Nordrhein-Westfalen fast 4.000 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von rund 8 Gigawatt. Das sind knapp 12 Prozent der bundesweit installierten Leistung. NRW gehört damit zu den vier stärksten Bundesländern bei der Nutzung von Windenergie an Land. Mit den Windenergieanlagen in NRW kann bereits jetzt so viel Strom produziert werden, um den Jahresstromverbrauch von mehr als 4 Millionen Haushalten zu decken. In den kommenden Jahren werden aufgrund der massiv gestiegenen Genehmigungen von Windenergieanlagen sowie entsprechender Zuschlagsmengen im Rahmen der Ausschreibungen der Bundesnetzagentur deutlich steigende Inbetriebnahmen zu verzeichnen sein. Dies wird ebenfalls weitere positive Effekte für die klimaneutrale Energieversorgung unseres Industriestandortes mit sich bringen.

Was die Task Force schon für Nordrhein-Westfalen erreicht hat

Inzwischen sind einige Weichen für den beschleunigten Ausbau der Windenergie gestellt. Von Erlassen über Flächenanalysen bis hin zur Vereinbarung von Kooperationen – hier ist dokumentiert, wie die Arbeit der Task Force vorankommt und welche Meilensteine bereits erreicht sind.